Warum „globale Erwärmung“ nicht der richtige Begriff ist


Es besteht kein Zweifel daran, dass sich das Klima auf unserem Planeten erwärmt und dass der Mensch diesen Prozess in hohem Maße beschleunigt. Für diesen Prozess hat sich in der breiten Öffentlichkeit der Begriff „globale Erwärmung“ etabliert. Dieser trifft die Situation jedoch keineswegs treffend und führt oft zu falschen Vorstellungen. Es ist wahr, dass die meisten Menschen, wenn jemand diese Worte ausspricht, sich vorstellen, dass die Temperatur auf unserem Planeten steigen wird. Wenn dann ein ungewöhnlich strenger Winter eintritt, ist das für sie im Grunde genommen ein Beweis dafür, dass es keine globale Erwärmung gibt, obwohl damit das Gegenteil bewiesen wird.

 

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Auch das ist der Grund, warum Wissenschaftler versuchen, diesen Prozess als globalen Klimawandel zu bezeichnen. Dieser Begriff beschreibt nämlich die Folgen dieses Prozesses weitaus besser. Der Anstieg der Durchschnittstemperatur hat nämlich noch andere Folgen als nur, dass es wärmer wird. Die wichtigste davon ist die Veränderung der Luft- und Meeresströmungen und das damit verbundene häufigere Auftreten extremer Wetterereignisse. Das haben wir schließlich auch in unserem Land mit gemäßigtem Klima festgestellt, wo die Zahl der Tornados, Überschwemmungen und anderer Katastrophen zugenommen hat.

 

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Eine sehr wesentliche Veränderung ist auch die Verteilung der Niederschläge im Laufe des Jahres. Während sie bisher relativ gleichmäßig fielen, konzentrieren sie sich nun eher auf die Wintermonate. Im Sommer gibt es nur noch wenige Niederschläge, und wenn sie fallen, dann in Form von heftigen Starkregenfällen, bei denen das Wasser nicht rechtzeitig in den Boden versickern kann und stattdessen in die Kanalisation oder in Gewässer abfließt. Welche Folgen dies für die Landwirte hat, lässt sich sehr leicht vorstellen.

 

Mit dieser sommerlichen Trockenheit geht auch die Ausbreitung von Wüstengebieten einher. Das macht Sinn, denn Pflanzen brauchen Wasser zum Leben. Und wenn praktisch der gesamte Niederschlag in der Vegetationsruhe fällt, in der sie ihn nicht nutzen können, ist klar, dass sie nicht überleben können. Es ist also offensichtlich, dass man versuchen muss, diesen Prozess zumindest zu verlangsamen. Das ist jedoch nicht einfach. Eine wirklich wirksame Prävention würde die Einführung vieler unpopulärer Maßnahmen bedeuten, und das wird sich keine Regierung erlauben. Es scheint also, dass wir heutzutage praktisch keine Chance mehr haben.